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TUMlive-Videokonferenzen im Deutschen MuseumAngebot für Schulklassen Wissenschaftler/innen in ihrer authentischen Umgebung erleben und mit ihnen sprechen – ohne selbst vor Ort zu sein. Per Videokonferenzschaltung ins Deutsche Museum erzählen Forscher/innen der TU München aus ihren Laboren heraus von ihrer täglichen Arbeit. Die Videokonferenzen finden in der Ausstellungsfläche des Zentrum Neue Technologien statt, das im November 2009 eröffnet. Thematisch eng an die Ausstellungen angelehnt, widmen sich die Konferenzen den Schwerpunkten Nanowissenschaft/Materialwissenschaft, Molekularbiologie/Analytik und Robotik/Informatik. Auf diese Weise können drei Aspekte kombiniert werden: Ein Besuch der neuen Ausstellung, das Erleben einer Multimediatechnik und vor allem die Begegnung mit Wissenschaftler/innen, durch welche die Schüler/innen den Forschungsprozess und das Berufsfeld näher kennen lernen können.
Bitte beachten: Eine Anmeldung ist nur über die hier angegebene E-mail-Adresse, aber nicht über die Kursanmeldung des TUMlab möglich! Kosten: Museumseintritt, Begleitpersonen i.d.R. frei, nähere Informationen s. hier Angesprochene Fachrichtungen: je nach Konferenzthema, z.B. Physik, Informatik, Chemie, Ethik, Robotik Telefonische Auskunft:
Die Reihe TUMlive wird im April fortgeführt. Nähere Informationen finden Sie in Kürze hier.
Bereits stattgefunden:3. Dezember 2009, 10 UhrFür die Jahrgangsstufe 9 bis 11 (Gymnasium), Schwerpunkt Robotik Maschinen mit Gehirn – ein Blick ins zentrale Robotik-Labor des Exzellenzclusters CoTeSys ![]() Kurt Fuchs/CoTeSys Es ist schon lang keine Science-Fiction mehr: Roboter werden im täglichen Leben immer präsenter. Als Service-Roboter können sie in der Kranken- und Altenpflege eingesetzt werden oder unterstützen Menschen bei der Hausarbeit. Wie Forscher an diesem Thema arbeiten, sieht man im Forschungslabor des Exzellenzclusters CoTeSys, dem Central Robotics Laboratory. Einer dieser künftigen Haushaltshelfer ist der Roboter Eddie (s. Bild links). An ihm untersuchen Wissenschaftler, wie Roboter und Menschen im täglichen Leben gut miteinander kooperieren können. Welche Mechanismen der menschlichen Kommunikation und Kraft-/Bewegungskoordination sollen auf Roboter übertragen werden? Für Mensch wie Roboter wird es leichter zusammenzuarbeiten, wenn sich einschätzen lässt, was der jeweils andere Partner als Nächstes tun wird. Damit der Mensch sich in der Umgebung eines Roboters möglichst wohl fühlt, muss sich der Roboter deshalb natürlich, akzeptabel und verständlich, d.h. vorhersehbar, bewegen. Wie der Roboter Eddie seine Umgebung kennen lernt und warum einfache Dinge wie das Öffnen einer Kühlschranktür und das Greifen eines Gegenstandes für ihn kompliziert sind, führen Forscher des Exzellenzclusters vor.
17. Dezember 2009, 10 UhrFür die Jahrgangsstufen 9 und 10 (Gymnasium), Schwerpunkt Materialwissenschaft/Zerstörungsfreie Prüfung Forschungs-Neutronenquelle Heinz Maier-Leibnitz in Garching (FRM II)![]() Wenzel Schürmann/TU München Wie lassen sich innere Strukturen von Objekten erfassen, ohne diese zu zerstören? Wie Neutronenstrahlen genutzt werden, um mehr über das Innere von Materie zu erfahren, zeigt der Wissenschaftler Dr. Burkhard Schillinger bei der Live-Schaltung in die Experimentierhalle des FRMII. Proben, die in der Forschungs-Neutronenquelle untersucht werden, stammen aus ganz verschiedenen Bereichen – z.B. Industrie oder Archäologie. Aber auch für die Medizintechnik oder Kriminalistik ist die Forschung mit Neutronen wichtig. Dr. Schillinger wird an Beispielen schildern, warum sich Neutronen zur Analyse dieser Gegenstände sehr oft besser eignen als Röntgenstrahlen. Durch Rotieren der Proben im Neutronenstrahl entstehen sogar Bilder mit 3-D-Informationen. Das Angebot richtet sich an Klassen der Jahrgangsstufen 9 und 10. Schüler/innen unter 16 Jahren haben aus sicherheitsrechtlichen Gründen normalerweise keinen Zutritt zum Reaktor – die Videokonferenz ist für sie eine Chance, die Forschung an der Neutronenquelle dennoch direkt zu erleben.
14. Januar 2010Für die Jahrgangsstufen 9 bis 11 (Gymnasium), Schwerpunkt Analytik Viele Getränke und ein Krimi – Massenspektrometrische Analyse von Inhaltsstoffen ![]() Dr. Thomas Letzel/TU München Dr. Thomas Letzel vom Competence Pool Weihenstephan der TU München zeigt in seiner Vorführung, wie die Realität eines massenspektrometrischen Labors aussieht. Nicht weniger spektakulär aber halt doch etwas anders. Auch hier gilt es einen Fall zu lösen, wobei es keinen Mord aufzuklären gibt. In seinem Krimi spielen Getränke eine große Rolle und werden teilweise real während der Vorführung analysiert. Im Laufe der Vorführung werden die ‚Labor-Gäste’ lernen wie die Analyse von Inhaltsstoffen von unterschiedlichen Getränken und deren Identifizierung mittels chromatographischer und massenspektrometrischer Techniken funktioniert. Mit diesem Wissen wird man zukünftig nicht nur viele kleine und falsche ‚Tricks’ im Fernsehen sofort erkennen und erklären können, sondern wird auch einen Eindruck von der Lebensmittelanalytik bekommen haben. 20. Januar 2010, 10 Uhr - Forschungsneutronenquelle Heinz-Maier-Leibnitz, NeutronenleiterhalleSchwerpunkt Physik/Magnetismus ![]() Neutronenleiterhalle FRM II Magnetische Materialien spielen im täglichen Leben, sei es in Motoren, Generatoren, Aktuatoren, Sensoren oder der Datenspeicherung eine grosse Rolle. Für diese Anwendungen sind vor allem ferromagnetische Materialien interessant, bei denen die atomaren magnetischen Momente parallel ausgerichtet sind. Für die Leseköpfe in Computern werden hingegen auch antiferromagnetische Materialien verwendet, d.h. Materialien, bei denen benachbarte magnetische Momente antiparallel ausgerichtet sind. Im Rahmen der Miniaturisierung der elektronischen Bauelemente ist es unabdingbar, die magnetischen Strukturen auf einer atomaren Längenskala zu untersuchen. Dazu sind Neutronen ideal geeignet, da sie ungeladen sind und deshalb problemlos in die meisten Materialien eindringen können. Wegen ihrem magnetischen Moment verhalten sich die Neutronen wie kleine Stabmagnete, die von den magnetischen Momenten in magnetischen Materialen stark abgelenkt werden. Aus dem Streubild der Neutronen kann auf die magnetische Struktur zurückgeschlossen werden. Im Rahmen der Videokonferenz werden wir vorführen, wie ein Experiment mit Neutronenstrahlen ausgeführt wird, angefangen von der Herstellung der Kristalle, deren Montage in einer Kühlmaschine und schlussendlich dem Streuexperiment an der Beamline MIRA am FRM II.
4. Februar 2010 - Erweiterte Realität, 9.15 UhrSchwerpunkt Informatik, offen für allgemeines Publikum Bitte beachten: Das ZNT wird an diesem Tag um 13 Uhr geschlossen. Die anderen Abteilungen des Museums sind aber weiterhin zu besichtigen. ![]() Uli Benz/TU Muenchen Augmented Reality ist eine neu aufkommende Technologie, bei der die Sicht eines Benutzers durch zusätzliche Informationen erweitert wird. Hiermit können reale Objekte manipuliert und gleichzeitig Informationen angehängt werden, als ob die Information in der 3D-Umgebung der wirklichen Welt existieren würde. Die Wirklichkeit (reality) wird also durch weitere virtuelle Objekte oder Informationen erweitert (augmented). Dadurch lassen sich z.B. bei einem Rundgang durch die Stadt Informationen zu interessanten Punkten einblenden, Arbeitsanweisungen in die Realität einblenden oder Pfeile zur Navigation so darstellen, als seien sie auf die Straße projiziert. Eine weitere Anwendung sind multitouch-Oberflächen, wie sie u.a. durch das iPhone bekannt wurden. In der Konferenz erklären die Forscher ihre Bereiche an einigen Demonstrationen und erzählen über ihren Forschungsalltag.
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| Letzte Aktualisierung ( 01.03.2010 ) |








